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Wärmflasche: gutes Hausmittel bei (Bauch-)Schmerzen

Oft merkt man intuitiv, was dem Körper gut tut, zum Beispiel ob wir bei Schmerzen eher wärmen oder kühlen sollten. Bei vielen Sportverletzungen gilt die PECH-Regel: Gliedmaße hochlegen, stillhalten und kühlen. In anderen Fällen aber ist gerade Wärme wohltuend. Wann hilft Wärme?

Wärme hilft generell gegen eine Vielzahl von Beschwerden, dazu zählen Muskelverspannungen, Bauchschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Blasenentzündungen.

Besonders angenehm wirkt in diesem Fällen eine Wärmflasche auf Bauch beziehungsweise Unterleib zu legen. Denn durch die Wärme weiten sich die Blutgefäße und die Haut wird besser durchblutet. Das sorgt dafür, dass die Zellen besser mit Sauerstoff versorgt und Schadstoffe abtransportiert werden können. Auch Schmerzen werden gelindert und angespannte Muskeln entspannt.

Wenn man zur Wärmflasche greift, kann man nicht viel falsch machen und sollte auf seinen Körper hören. Wird die Wärme als wohltuend erlebt, kann die Wärmflasche ruhig längere Zeit verweilen. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Haut nicht zu heiß wird und am besten ein Tuch unterlegen anstelle sie auf die nackte Haut zu platzieren. Mediziner empfehlen für Erwachsene eine Temperatur von 60 Grad Celsius, bei Kindern eher 40 Grad.


Hämorrhoiden: Bloß nicht aussitzen

Hämorrhoiden sind ein sensibles Thema, über das niemand gerne sprechen möchte. Was viele nicht wissen: Jeder Mensch hat sie. Unangenehm wird es erst dann, wenn die Gefäßpolster anschwellen und dadurch Beschwerden auslösen. Doch glücklicherweise lässt sich das Problem gut behandeln.

Schätzungen zufolge leidet jeder Zweite wenigstens einmal im Leben unter Hämorrhoiden. Trotzdem gehören sie zu den medizinischen Tabuthemen. Verständlich, wer spricht schon gerne darüber, wenn es am Po brennt oder zwickt. Doch selbst wenn die Hämorrhoiden helles Blut auf dem Toilettenpapier hinterlassen, gibt es einige Betroffene, die das einfach ertragen. „Nach wie vor glauben viele Menschen, dass ein Hämorrhoiden-Leiden durch mangelnde Hygiene verursacht werden, und schämen sich deshalb. Doch diese Annahme ist schlicht und ergreifend falsch“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER.

Nicht zu viel Druck ausüben

Besonders häufig bilden sich krankhafte Hämorrhoiden durch zu wenig Bewegung, ballaststoffarme Ernährung und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. In Kombination führen diese drei Faktoren nämlich oft zu Verstopfungen, wodurch der Stuhl härter wird und Betroffene sich beim Toilettengang besonders anstrengen müssen. Durch dieses verstärkte Pressen wiederum wird ein großer Druck auf die Blutgefäße im Analbereich ausgeübt, so dass die Hämorrhoiden anschwellen und beim Stuhlgang nach außen treten.

„Betroffene sollten bereits bei ersten Anzeichen wie Jucken, Nässen oder Brennen aktiv werden. Solche anfänglichen Beschwerden lassen sich meist gut mit Wundsalben oder Zinkpasten sowie pflanzlichen Präparaten behandeln. Bei der Wahl des richtigen Mittels hilft ein Beratungsgespräch mit einem Apotheker. Wer hingegen Blut im Stuhl oder Blutungen im Analbereich oder äußerlich tastbare Veränderungen bemerkt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen, damit dieser ernsthafte Erkrankungen rechtzeitig ausschließen kann“, so Günther.

Vier unterschiedliche Schweregrade

Auch wenn eine Selbstbehandlung nach spätestens vier Wochen keinen Erfolg zeigt, ist ein Besuch beim Arzt angesagt. Die Behandlung erfolgt dann abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. In Stadium eins wird ein Medikament in die vergrößerten Hämorrhoiden gespritzt, wodurch sich die Schwellkörper wieder zusammenziehen. Im zweiten Stadium wird ein Gummiring über den erweiterten Teil der Hämorrhoiden gestülpt, so wird dieser abgebunden. Das überschüssige Gewebeteil fällt nach etwa zwei Wochen mit dem Stuhlgang ab. Im Stadium drei und vier hilft nur noch eine Operation, bei der das überschüssige Gewebe entfernt wird.

Hämorrhoiden lassen sich aber nicht nur gut behandeln, auch eine effektive Prophylaxe ist möglich. Wichtig dafür sind laut Günther vor allem eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßiger Stuhlgang ohne starkes Pressen. Wer dann noch darauf achtet, ausreichend zu trinken und körperlich aktiv zu sein, trägt eine Menge dazu bei, dass das Gewebe stark bleibt und die Gefäße nicht auswölben.

Jeder Mensch hat ein sogenanntes Hämorrhoidalpolster. Dies ist stark durchblutetes Gewebe im oberen Analkanal. Es unterstützt den Schließmuskel dabei, den After abzudichten. Normalerweise ist das Hämorrhoidalpolster gut verankert und von außen nicht sichtbar. Wenn umgangssprachlich von „Hämorrhoiden“ gesprochen wird, sind damit aber meist vergrößerte oder entzündete Hämorrhoiden gemeint, die Schmerzen verursachen. Mediziner sprechen von „Hämorrhoidalleiden“. (Barmer)


Krebsfälle bleiben wegen Corona unentdeckt – Brustkrebs-Patientinnen besonders stark betroffen

Aufgrund der Corona-Pandemie werden zurzeit Krebserkrankungen in Deutschland zu spät oder gar nicht entdeckt. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der BARMER, die die Anzahl größerer Operationen bei neun häufigen Krebserkrankungen während der Corona-Pandemie mit den passenden Zeiträumen aus den Vorjahren verglichen hat. So lag die Zahl der Eingriffe von April bis Juni vergangenen Jahres 16,7 Prozent unter denen der Vergleichszeiträume der Jahre 2017 bis 2019. Bei Brustkrebs, Mast- und Dickdarmkrebs betrug das Minus sogar mehr als 20 Prozent. In der ersten Corona-Welle dürften damit etwa 2.600 Krebserkrankungen unentdeckt geblieben sein, darunter fast 1.600 Brustkrebsfälle. „Dass viele Patientinnen und Patienten Vorsorgeuntersuchungen meiden und damit Krankheiten später erkannt werden, ist eine weitere gravierende Folge der Corona-Pandemie. Das ist bei Krebs umso dramatischer, weil er im Frühstadium am besten therapierbar ist. Deshalb ist es immens wichtig, dass die gängigen Krebsvorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden“, sagt Prof.  Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Die Pandemie solle niemanden von Früherkennungsuntersuchungen abhalten, denn in Arztpraxen würden strenge Hygiene-Regeln gelten. (Barmer)


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