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Corona-Lockerungen: Verbraucherportal listet bundesweit 2.000 Schnelltest-Apotheken

Angesichts bevorstehender Lockerungen der Corona-Notbremse stehen zahlreiche Apotheken als Schnelltest-Zentren bereit. Sie führen kostenlose SARS-CoV-2-Schnelltests durch und stellen die Testzertifikate aus, die man für den Besuch in der Gastronomie, bei Kultur- und Sportveranstaltungen oder für touristische Aktivitäten braucht. Auf dem Verbraucherportal www.mein-apothekenmanager.de sind derzeit bundesweit rund 2.000 Apotheken eingetragen, die Antigen-Schnelltests durchführen. Dazu kommen noch viele Apotheken, die auf kommunalen oder bundeslandspezifischen Portalen registriert sind. Auf dieses flächendeckende Angebot an Schnelltest-Apotheken weist der Deutsche Apothekerverband (DAV) hin, der das Portal betreibt. (ABDA)


Hausstaubmilben – die unerwünschten Gäste im Schlafzimmer

Tränende, juckende Augen, Schnupfen, Husten und Hautreaktionen – Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie kennen all diese Symptome nur zu gut. Doch wie entsteht eine solche Allergie? Was können Betroffene tun, um der chronisch verstopften Nase entgegenzuwirken und schlimmere Verläufe wie Atemnot und asthmatische Erkrankungen zu verhindern?

Etwa 30 Prozent des Tages verbringen Menschen im Durchschnitt in ihrem Bett. Dass man dabei auch ohne Partnerin oder Partner in stetiger Gesellschaft ist, wissen jedoch die wenigsten. Betroffene einer Hausstaubmilbenallergie nehmen die winzig kleinen Tiere und deren Hinterlassenschaften hingegen sehr deutlich wahr und leiden insbesondere nachts unter erschwertem Atmen, Niesattacken oder juckenden Augen. „Hausstauballergikerinnen und -allergiker reagieren auf Eiweißstoffe im Kot und der Körperhülle der kleinen Spinnentiere. Das dunkle Bett ist dabei eine ideale Brutstätte, da Milben hier einwandfreie Lebensbedingungen vorfinden. Durch menschliche Hautschuppen als Nahrungsquelle und der meist warmen und feuchten Luft unter der Bettdecke können sie sich ungestört vermehren. In der Nacht werden die Allergene dann bei jeder Bewegung in die Luft geschleudert und erschweren Allergikerinnen und Allergikern den Schlaf. Für Menschen ohne Allergie sind sie hingegen völlig harmlos“, erklärt Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der BARMER.

Was kann man gegen Hausstaubmilben tun?

Um die allergieauslösenden Ausscheidungen loszuwerden, kann ein häufigeres Putzen hilfreich sein. Auch ein milbendichter Matratzenbezug hält die Allergene von Betroffenen fern und kann durch regelmäßiges feuchtes Abwischen kurzfristige Abhilfe schaffen. Als Bodenbelag eignen sich vor allem Kurzflorteppiche, die herumwirbelnden Staub festhalten und sich gründlich saugen lassen. Glatte Böden sollten hingegen regelmäßig und feucht gewischt werden. Um unnötige Staubfänger zu vermeiden, könnten Betroffene auf Gardinen, Stofftiere oder Zierkissen verzichten. Zudem kann bereits regelmäßiges Lüften und das Entfernen von Topfpflanzen Abhilfe schaffen, da sich Milben insbesondere bei Raumtemperaturen von mehr als 20 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 55 Prozent wohl fühlen.

Wann sollte man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

Viele Menschen verwechseln die allergischen Symptome mit einer hartnäckigen Erkältung. Da die Entstehung von allergischem Asthma unbedingt verhindert werden sollte, kann bei andauernden Symptomen der Besuch einer Ärztin oder eines Arztes sinnvoll sein. „Um die Beschwerden zu lindern und einen so genannten Etagenwechsel der Allergie hin zum Asthma zu vermeiden, kann eine Hypersensibilisierung verordnet werden. Diese lässt Betroffene bei erfolgreicher Therapie gegenüber den allergieauslösenden Stoffen tolerant werden“, so Petzold. (Barmer)


Ungesunde Ernährung beeinflusst die Psyche: Sind Frauen anfälliger?

Eine unausgewogene Ernährung kann Frauen stärker auf die Stimmung schlagen als Männern. Das lassen die Resultate einer Studie der Binghamton University New York vermuten. Es wurde unter anderem der Verzehr verschiedener Lebensmittelgruppen wie Obst und Vollkorn, aber auch von Fastfood, koffeinhaltigen Getränken und Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index ermittelt. Der glykämische Index (GI) sagt aus, wie sehr die Kohlenhydrate eines Nahrungsmittels den Blutzuckerspiegel erhöhen.

Ergebnisse: Ernährung und Bewegung beeinflussen das mentale Wohlbefinden. Allerdings sind die Zusammenhänge kompliziert und vielschichtig. In der aktuellen Studie konnte die psychische Belastung und Bewegungshäufigkeit auf unterschiedliche Ernährungs- und Lebensstilmuster zurückgeführt werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Wohlbefinden von Frauen stärker von der Ernährung abhängt. Das liegt möglicherweise daran, dass das Gehirn von Mann und Frau unterschiedlich strukturiert ist und für eine optimale Funktion ein anderes Repertoire an Nährstoffen braucht.

„Fastfood, der Verzicht auf das Frühstück, Koffein und Lebensmittel mit hohem glykämischen Index stehen bei Frauen mit psychischem Stress in Zusammenhang“, fasst Lina Begdache von der Binghamton University zusammen. Dagegen fördert der Verzehr von Früchten und dunkelgrünem Blattgemüse laut Studie eine gute Stimmungslage. Bewegung kann die negativen Auswirkungen von Fastfood und Lebensmitteln mit einem hohen GI reduzieren. Denn sportliche Betätigung fördert Prozesse im Gehirn, die die kognitiven Funktionen und das Wohlbefinden verbessern. Bei Männern dagegen war der Verzehr von Fastfood und fehlende Bewegung mit psychischen Belastungen verbunden.

Die Wissenschaftler empfehlen, bei psychischem Stress besonders auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten. Außerdem würden die Ergebnisse die Basis für eine Anpassung der Ernährungs- und Lebensweise zur Förderung von Bewegung und Wohlbefinden liefern, ist im „Journal of Personalized Medicine“ zu lesen. Weitere Studien sollen folgen. (BZfE)


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