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Herpes in den Sommerferien: So haben Lippenbläschen wenig Chancen

Vor allem in der Sommerzeit bekommen viele Menschen Herpes. Mit ein paar Tipps lassen sich die lästigen Lippenbläschen aber häufig vermeiden oder die Tage des Abheilens deutlich verringern.  

Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland leidet unter Lippenherpes. Und ausgerechnet zur Sommerzeit, wenn sich das Wetter von seiner besten Seite zeigt, ist das Risiko auf einen Ausbruch der Bläschen besonders groß. Experten sprechen dann vom Sommerherpes, der vor allem durch die UV-Strahlung ausgelöst wird. Diese schwächt die Immunabwehr, was die Reaktivierung der im Körper schlummernden Herpes-Viren begünstigt. Wenn die körpereigene Abwehr durch Stress zusätzlich geschwächt ist oder zum Urlaubsstart psychischer Druck abfällt, steigt das Herpes-Risiko weiter. „Wer im Urlaub keinen Herpes bekommen möchte, sollte im Vorfeld sein Immunsystem stärken. Dazu gehören eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf, reichlich Bewegung und eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER.

Vorbeugen mit UV-Schutz

Im Urlaub lässt sich der Lippenherpes am besten vermeiden, indem man einen Lippenbalsam mit hohem Lichtschutzfaktor oder einen speziellen UV-Schutz-Lippenstift aufträgt. Schließlich ist die Haut der Lippen besonders anfällig für UV-Strahlung und damit die Herpes-Gefahr entsprechend groß. „Wenn man erste Herpes-Symptome wie ein Jucken und Kribbeln der Lippen verspürt, sollte man schnellstmöglich eine Salbe mit antiviralen Wirkstoffen wie Aciclovir und Penciclovir auftragen. Sie ist rezeptfrei erhältlich und gehört in die Reiseapotheke von Personen, die schon einmal Lippenherpes hatten“, sagt Marschall. Wer sofort handelt, kann die Herpesdauer mitunter um die Hälfte verkürzen. Denn die Salbe sorgt dafür, dass die Bläschen austrocknen, bevor der Herpes sich weiter ausbreitet und stärker aufflammt. Unbehandelt dauert es in der Regel zehn bis 14 Tage, bis der Herpes ausheilt. Um den Heilungsvorgang nicht zu gefährden, sollten die Betroffenen zudem die Sonne möglichst meiden.

Nicht jedes Hausmittel hilft

Darüber hinaus wird zahlreichen Hausmitteln eine positive Wirkung gegen Herpes nachgesagt, wobei zu vielen keine ausreichenden Daten für eine Bewertung vorliegen. Eine schwache Wirkung wird Honig nachgesagt, vor allem dem sogenannten Manuka-Honig aus Neuseeland, der viele antimikrobielle Stoffe enthält. Zumindest in einer geringen Konzentration. Diese können Bakterien und Viren abtöten und deren Vermehrung verhindern. Eine antimikrobielle Wirkung besitzt auch Teebaumöl. Zahnpasta, die gegen Herpes ebenfalls gerne zum Einsatz kommt, ist hingegen nicht empfehlenswert, weil sie die Haut übermäßig austrocknet und den Heilungsprozess verlängert. Sind die Herpesbläschen erst einmal da und platzen auf, können Wundsalben oder Herpes-Pflaster die Abheilung unterstützen. Zudem schützen sie vor weiteren bakteriellen Infektionen. (Barmer)


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