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Was sind Sekundäre Pflanzenstoffe?

Zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen u. a. Carotinoide und phenolische Verbindungen wie Catechine, Flavonole und Anthocyane. Sie kommen natürlicherweise in Obst und Gemüse vor und haben dort neben einer Schutzfunktion vor allem Einfluss auf Farbe und Geschmack. Die zu den Polyphenolen zählenden Flavonoide beispielsweise sind für gelbe, leuchtend rote, violette und blaue Farbschattierungen verantwortlich (Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen). Die Gerb-, Bitter- und Scharfstoffe der zur gleichen Gruppe gehörenden Phenolsäuren geben u. a. Erdbeeren, Walnüssen und Trauben den typischen Geschmack.

Wissenschaftliche Studien belegen eine gesundheitsförderliche Wirkung für den menschlichen Organismus. Sekundäre Pflanzenstoffe sind u. a. in der Lage, reaktive Teilchen abzufangen und damit Zellen und deren Inhaltsstoffe vor Schädigungen zu bewahren. Sie können vor Zellschäden und Infektionen schützen sowie Entzündungen und Diabetes entgegenwirken. (BZfE)


Hilfe für Asthmatiker: Viel Obst und Gemüse essen

Eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn, aber wenig Milchprodukten kann Asthma vorbeugen und sich auch auf eine bestehende Erkrankung positiv auswirken. Das ist das Resultat einer Übersichtsarbeit des „Physicians Committee for Responsible Medicine“ in Washington, D.C., für die aktuelle Literatur über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und dem Asthmarisiko bei Kindern und Erwachsenen systematisch ausgewertet wurde.

Immer mehr Menschen leiden an Asthma – eine chronische Erkrankung, bei der sich die Atemwege entzünden und verengen. Die Betroffenen leiden vor allem an anfallsartiger Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit. Offenbar kann die Ernährung das Erkrankungsrisiko und die Schwere der Symptome beeinflussen, erklären US-amerikanische Wissenschaftler.

So wurde ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Asthma bei Kindern und Erwachsenen in Verbindung gebracht. In einer weiteren Studie hatten sich Asthmapatienten für einen Zeitraum von acht Wochen rein pflanzlich ernährt. Im Anschluss waren die Symptome der Erkrankung im Vergleich zur Kontrollgruppe weniger schwer und weniger häufig, sodass die Betroffenen ihre Medikamente reduzieren konnten. In einer anderen Untersuchung ließ sich bei Asthmatikern nach einem Jahr pflanzlicher Diät eine verbesserte Vitalkapazität nachweisen. Das ist die Menge an Luft, die Menschen ausstoßen können.

Noch sind die Hintergründe aber nicht abschließend geklärt. Es wird vermutet, dass eine überwiegend pflanzliche Kost Entzündungen im gesamten Körper und damit auch in den Atemwegen reduziert. Möglicherweise haben bestimmte Nahrungsbestandteile Einfluss auf die Immunwege, die an der Entstehung von Asthma beteiligt sind. Dazu zählen Antioxidanzien wie Flavonoide, Ballaststoffe, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, gesättigte Fettsäuren und Vitamin D. So habe der Ballaststoffgehalt der Nahrung Einfluss auf das Darmmikrobiom, das verschiedene Substanzen bildet, die wiederum Immun- und Stoffwechselreaktionen beeinflussen. Interventionsstudien sind jedoch notwendig, um die vielschichtigen Zusammenhänge aufzuschlüsseln. (BZfE)


Hausapotheke einmal pro Jahr überprüfen

Die Hausapotheke sollte einmal pro Jahr überprüft werden. „Dabei geht es in erster Linie darum, abgelaufene, unbrauchbare oder nicht mehr benötigte Arzneimittel auszusortieren und gleichzeitig zu überprüfen, ob für Notfälle die richtigen Arzneimittel griffbereit sind“, sagt Apotheker Dr. Hannes Müller vom Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer.

Auf jeder Arzneimittelpackung ist ein Verfalldatum aufgedruckt. Ist dieses überschritten, sollte das Medikament nicht mehr verwendet werden. Zu lange gelagerte Arzneimittel können unbrauchbar werden, ohne dass dies äußerlich erkennbar ist. Müller: „Das Verfalldatum ist nicht verhandelbar. Es ist im Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln mehr als eine Empfehlung. Bei zu lange gelagerten Arzneimitteln ist in aller Regel äußerlich nicht erkennbar, ob sie noch wirksam, sicher und unbedenklich sind. Deshalb rate ich eindringlich davon ab, Arzneimittel nach dem Ablauf des Verfalldatums noch anzuwenden.“

Nicht mehr benötigte Arzneimittel können in der Regel mit dem Hausmüll entsorgt werden. In den meisten Kommunen wird der Restmüll verbrannt und die Altarzneimittel werden damit sicher vernichtet. Müller rät davon ab, Arzneimittelreste über die Toilette zu entsorgen, da dies das Abwasser unnötig belastet. Auch flüssige Arzneimittel wie zum Beispiel Hustensäfte sollten in den Restmüll.(ABDA)


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