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Schleichende Gefahr: Volkskrankheit Bluthochdruck

Mediziner nennen ihn oft den heimlichen oder auch den stillen Killer. Denn ohne Schmerzen zu verursachen, kann hoher Blutdruck Herz und Gefäße lebensgefährlich schädigen. Doch mit einer rechtzeitigen Diagnose, den richtigen Medikamenten und vor allem einer Änderung des Lebensstils verliert das Volksleiden seinen Schrecken.

Bluthochdruck zählt zu den größten globalen Gesundheitsgefahren. Und auch in Deutschland leiden immer mehr Menschen unter der Volkskrankheit. Während im Jahr 2008 noch weniger als 21 Millionen Bürger betroffen waren, diagnostizierten Ärzte im Jahr 2015 bei mehr als 23 Millionen Personen eine sogenannte primäre Hypertonie, so eine Auswertung der BARMER. Hinzu kommen viele Menschen, die nichts von ihrer Erkrankung ahnen. Dabei gibt es durchaus Warnsignale. „Wer beispielsweise öfter mit Schmerzen in Brust oder Kopf, Nasenbluten und Ohrensausen zu kämpfen hat, sollte seinen Blutdruck ärztlich kontrollieren lassen“, so Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer.

Ob tatsächlich ein erhöhter Blutdruck vorliegt, hängt von zwei Werten bei der Blutdruckmessung ab, dem systolischen und dem diastolischen Wert. Der erste entsteht, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, um das Blut in den Körper zu pumpen, der zweite, wenn das Herz erschlafft und sich erneut mit Blut füllt. Als optimal gelten Werte unter 120 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) systolisch und 80 mmHg diastolisch. Von einem Bluthochdruck spricht man laut Deutscher Herzstiftung, wenn bei verschiedenen Messungen an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten. Dann ist es meist Zeit für Medikamente.

Medikamente richtig einnehmen
Zu hohe Blutdruckwerte zählen zu den gefährlichsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und viele andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotz dieser enormen gesundheitlichen Gefahren nehmen viele Betroffene blutdrucksenkende Medikamente oft nicht ordnungsgemäß ein. Grund dafür sind häufig Nebenwirkungen, die entweder während der Einnahme tatsächlich aufgetreten sind oder teilweise von Patienten auch nur befürchtet werden. Dazu zählen beispielsweise Schwindel, Benommenheit und zu niedriger Blutdruck. Doch Günther betont, dass der Nutzen der Blutdrucksenker bei weitem überwiegt. Statt eigenmächtig die Medikation zu verändern, hat sie einen anderen Rat. „In vielen Fällen lassen sich die Werte zusätzlich auf natürliche Weise senken. Die Erfolge können dabei so groß sein, dass manche Menschen sogar überhaupt keine Blutdrucksenker mehr benötigen oder die Dosierung senken können. Die beiden wichtigsten Faktoren dabei sind eine Ernährung mit wenig tierischen Fetten und viel Obst und Gemüse sowie regelmäßiger Sport, am besten sanfter Ausdauersport“, erklärt Günther. Hilfreich seien außerdem Entspannungsübungen wie beispielsweise Yoga oder autogenes Training, um Stress abzubauen, sowie den Nikotin- und Alkoholkonsum zumindest zu reduzieren, bestenfalls sogar komplett darauf zu verzichten. Dabei betont die Expertin allerdings: „Wichtig ist es, bisherige Medikamente auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen oder die Dosis auf eigene Faust zu verringern.“

Neue US-Bluthochdruck-Werte als Vorbild?

Bislang hatten Patienten sowohl in Deutschland als auch in den USA Bluthochdruck bei Werten ab 140/90 mmHg. Doch eine Gruppe von Experten des American College of Cardiology und der American Heart Association legte jetzt für Amerika einen neuen Richtwert fest, und zwar bei 130/80 mmHg. Damit reagierten die Mediziner auf Studienergebnisse der vergangenen Jahre, denen zufolge bereits eine leichte Erhöhung des Blutdrucks zu Gesundheitsschäden führen kann. Kritiker vermuten dahinter jedoch vor allem einen Trick, um den Absatz für Blutdrucksenker zu steigern. In Deutschland gelten nach wie vor Werte ab 140/90 mmHg. (Barmer)


Nabelbruch – meistens harmlos
Die Beule am Bauchnabel kann erschreckende Größe annehmen. Bei manchen Kindern ist die Schwellung tomatengroß. Trotzdem ist ein Nabelbruch in den meisten Fällen recht harmlos. Von einem „Nabelbruch“ spricht man, wenn sich die Haut um den Nabel bei Säuglingen nach außen dellt. Gebrochen ist im eigentlichen Sinne nichts. Wenn nach der Geburt die Nabelschnur abtrocknet und der Bauchnabel zurückbleibt, kann ein Nabelbruch in Folge des Heilungsprozesses auftreten. Beeinflussen kann man das kaum. Wenn das Kind Schmerzen hat oder der Nabelbruch groß ist, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden, um zu klären, ob eine Operation notwendig ist oder ob sich der Nabelbruch sich von alleine rückbildet.
"Wahrnehmungsfehler" Magersüchtiger
Die Betroffenen sind spindeldürr, empfinden sich selbst aber als zu dick. Denn die Selbstwahrnehmung vieler Magersüchtiger ist gestört. Wieso das so ist, haben Wissenschaftler an der Ruhr-Universität in Bochum genauer untersucht. Sie fanden heraus, dass sich die Betroffenen nicht nur einreden, sie seien zu dick; sie nehmen sich tatsächlich auch so wahr. Die Ursache liegt in einer gestörten Vernetzung in einem Teil des Gehirns, dem Teil, in dem die Körperwahrnehmung gesteuert wird. In Kernspinaufnahmen zeigte sich, dass bei magersüchtigen Frauen die beiden Regionen, die im Wesentlichen für die Verarbeitung des Körperbildes verantwortlich sind, weniger stark vernetzt sind als bei gesunden Frauen. Je ausgeprägter dieser „Verbindungsfehler“ war, als desto dicker empfanden sich die Frauen.
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