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Cholesterin nicht per se schädigend

In den 1950er Jahren veröffentlichte der US-Amerikaner Ancel Keys seine so genannte „Sieben-Länder-Studie“. In dieser verglich er die Mortalitätsraten der Bevölkerung verschiedener Länder mit deren Ernährungsverhalten, genauer gesagt, dem Anteil tierischer Fette in ihrer Nahrung. Er stellte fest, dass tierische Fette wie Butter die Sterblichkeit offenbar erhöhen.

Auch wenn sich später herausstellte, dass Keys die Daten verfälscht hatte, war die Studie der Startschuss für diverse Kampagnen gegen tierische Fette. „Margarine statt Butter“ wurde jahrzehntelang nicht nur in den USA propagiert. Im Februar 2015 zogen Berater des US-Gesundheitsministeriums ihre generelle Warnung vor cholesterinhaltigen Lebensmitteln zurück. Mittlerweile weiß man, dass Fett nicht gleich Fett und Cholesterin nicht gleich Cholesterin ist.

Cholesterin ist Bestandteil jeder Zellmembran und wichtig für die Ausbildung einiger Hormone. Etwa Dreiviertel des Cholesterins  Körper entsteht in unseren Körperzellen.

Wichtig für die Gesundheit ist dabei das Verhältnis von HDL zu LDL-Cholesterin. HDL senkt beispielsweise das Herzinfarktrisiko.


Carboloading für Läufer: Her mit den Kohlenhydraten!

Während viele Ernährungsexperten dazu raten, wenig Kohlenhydrate zu essen, sind Pasta-Partys bei Marathonläufern legendär. Wie so oft im Leben: beide Seiten haben recht.

Wer sich ausgewogen ernähren will, sollte ausreichend Eiweiß zu sich nehmen. Als Faustregel gelten mindestens 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Gleichzeitig sollte man auf Kohlenhydrate verzichten, zumindest auf kurzkettige, wie sie sich in hellen Weizenprodukten und Süßspeisen finden. Gut hingegen sind langkettige Kohlenhydrate, also Nudeln und Reis, in der Vorbereitung auf eine körperliche Anstrengung.

Während Proteine wichtig für den Muskelaufbau sind, stellen Kohlenhydrate die Energiereserve unseres Körpers dar. Bei einer Ausdauerleistung greift unserer Körper auf diese Reserven zurück. Erst wenn sie leer sind, wird vermehrt Fett verbrannt. Um Gewicht zu reduzieren, bieten sich daher langsame und lange Läufe an. Bis die Kohlenhydratspeicher leer sind, dauert es aber eine Stunde oder länger. In dem Moment, in dem der Körper dann auf die Fettverbrennung umstellt, kann es zu einem Leistungseinbruch kommen. Wer auf nüchternem Magen ohne gefüllte Kohlenhydratspeicher einen Marathon laufen will, wird es nicht schaffen, ohne das es im wahrsten Sinne des Wortes stark „an die Substanz“ geht. Besser ist es, maximal fit und energiegeladen zu starten.

Unser Körper verfügt über eine Art Kohlenhydratspeicher, in denen aufgenommene Kohlenhydrate in Form von Glykogen gelagert werden. Vor einem Marathonlauf sollten diese aufgefüllt werden. Das funktioniert gut mit Pasta und Co. Diese sollte bereits am Vorabend gegessen werden. Am Lauftag selbst reicht ein leichtes Frühstück, da alles andere bis zu 42,195 Kilometer lang schwer im Magen liegen kann.


Lästige Parasiten: Würmer bei Kindern

Es ist kein Thema, über das man gern spricht, dennoch sehen sich einige Menschen im Laufe des Lebens mit einer Wurminfektion konfrontiert. Vor allem Kinder sind betroffen. In der Regel ist diese Infektion ungefährlich. In seltenen Fällen ist die Zahl der Würmer, die den Darm befallen, aber besonders hoch, und es kann zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen.

Würmer sind Parasiten, die sich im Verdauungstrakt des Menschen ansiedeln und dort leben. Auch wenn man sie besonders häufig in den Tropen antrifft, sind sie grundsätzlich auf der ganzen Welt verbreitet, auch in Deutschland. „Hierzulande haben wir es vor allem mit Madenwürmern zu tun, aber auch Spul- und Bandwürmer können sich im menschlichen Körper ansiedeln“, erklärt Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer. Die Symptome unterscheiden sich je nach Wurmart. Madenwürmer rufen einen starken Juckreiz am Po, häufig in der Nacht, hervor. Bei Spul- und Bandwürmern sehen die Symptome aber völlig anders aus, die Betroffenen fühlen sich insgesamt unwohl, häufig haben sie wenig Appetit und verlieren Gewicht, zwischendurch kann es aber auch zu Heißhungerattacken kommen. „Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind an Würmern erkrankt ist, sollten sie sich den Stuhlgang des Kindes ansehen. Sowohl Madenwürmer, als auch Spul- oder Teile von Bandwürmern können dort erkennbar sein. Bestätigt sich der Verdacht, steht ein Besuch beim Kinderarzt an“, rät Petzold.

Behandlung und Maßnahmen

Die Hauptinfektionsquellen sind verseuchte Lebensmittel und Wasser sowie verunreinigte Gegenstände. „Kinder sind so häufig betroffen, weil sie ihre verschmutzten Hände häufig in den Mund nehmen und sich auf diesem Weg mit Wurmeiern oder Wurmlarven infizieren können. Kratzen sich die Kinder dann in der Nacht am Po, können die Würmer über erneuten Kontakt der Hände mit dem Mund wieder in den Körper gelangen“, erklärt Petzold. Entdeckt der Kinderarzt bei der Untersuchung von Stuhlproben tatsächlich Würmer, wird das Kind in der Regel mit einer sogenannten Wurmkur behandelt, die als Saft oder Tabletten eingenommen wird. Sie tötet die Würmer im Körper ab, die dann über den normalen Verdauungsweg ausgeschieden werden. Parallel dazu muss allerdings auch auf strenge Hygiene geachtet werden, um eine Wiederinfektion zu vermeiden. Das bedeutet beispielsweise, die Hände häufiger zu waschen, vor allem nach dem Toilettengang und vor dem Essen. Auch das Kurzschneiden der Fingernägel kann hilfreich sein. Außerdem empfiehlt es sich, täglich die Bettwäsche zu wechseln und Kleidung sowie Bettzeug bei 60 Grad zu waschen. 

Wurmbefall möglichst vermeiden

Allerdings kann man auch viel tun, um das Risiko einer Infektion mit den unliebsamen Gästen zu verringern. „Die beste Möglichkeit, sich vor einem Befall mit Würmern zu schützen, ist konsequente Hygiene. Darüber hinaus sollte man Obst, Gemüse und Salat gründlich waschen, und Fisch und Fleisch nur gut gegart genießen“, meint Petzold. Außerdem sollte man Spielzeug, das im Freien genutzt wird, immer wieder mal mit heißem Wasser und Spülmittel säubern, und Haustiere regelmäßig entwurmen. (Barmer)


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