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Logopädie für Grundschüler
Spätestens zu Schulbeginn wird es für Kinder wichtig, sich gut gegenüber anderen sprachlich ausdrücken zu können. Probleme mit der Sprache haben dabei einer aktuellen Studie der AOK zufolge relativ viele Kinder. Der Bedarf an Sprach- und Sprechtraining ist der Datenerhebung zufolge besonders bei Sechsjährigen groß. Etwa 20 Prozent der Kinder in dem Alter benötigten professionelle logopädische Unterstützung. Die wichtigste Rolle beim Spracherwerb spielen allerdings die Eltern. Gezielte Übungen, gemeinsames Vorlesen und der spielerische Umgang mit Lautbildung, Aussprache und dem Bilden von Wörtern helfen dem Nachwuchs, sich im Sprachdschungel zurecht zu finden.
Restless-Legs-Syndrom – Unruhig in der Nacht, erschöpft am Tag

Die Nacht sollen Körper und Geist eigentlich zur Ruhe nutzen, im Schlaf erholen wir uns und sammeln Kraft für den nächsten Tag. Doch für viele Menschen wird das Zubettgehen zur Qual, an Schlaf ist nicht zu denken: „Kurze Zeit nach dem Schlafengehen macht sich in den Beinen eine fast schmerzhafte Unruhe bemerkbar. Je weiter der Abend und die Nacht voranschreiten, desto stärker wird der Drang, wieder aufzustehen", erklärt Dr. Thomas Giese, Neurologe bei der Barmer Gek. Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) gilt als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Viele leiden daran, ohne dass die Erkrankung erkannt wird. „Während viele mit der Erkrankung gut zurecht kommen, ist für andere bereits ein entspannter Abend im Kino oder Theater undenkbar, da die Beschwerden schon im Ruhezustand auftreten können. Und Zuhause bringt das RLS sie dann auch noch um den Schlaf. Das kann schwerwiegende Folgen für die Lebensqualität haben", so Giese. Viele der Betroffenen leiden unter Schlafstörungen und sind tagsüber abgeschlagen und erschöpft. Nicht selten zeigen die Betroffenen deshalb zusätzlich depressive Symptome.

Ursachenforschung
Woher das Restless-Legs-Syndrom kommt, ist unklar. RLS tritt häufig in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf. So leiden 30 Prozent der COPD-Patienten (med.: chronisch obstruktive Bronchitis) an Schlafstörungen, die auf ein RLS zurückgehen. Auch bei Schilddrüsen-, Nieren- und anderen neurologischen Erkrankungen tritt das Syndrom häufiger auf. Bedeutsam ist, dass bei einem Teil der Erkrankten ein behandelbarer Eisenmangel vorliegt. Schwangere leiden ebenfalls häufiger am RLS, die Symptome klingen nach der Geburt wieder ab. Giese rät Betroffenen: „Wichtig ist, beim Hausarzt andere Erkrankungen und einen Eisenmangel auszuschließen, bevor mit einer medikamentösen Behandlung der Symptome begonnen wird."

Das können Betroffene tun
„Wie bei allen Schlafstörungen können ein ritualisiertes Zubettgehen und eine gute Schlafhygiene helfen", so Giese. Dazu gehört ein möglichst dunkler und ruhiger Raum, aber auch der Verzicht auf Koffein unterstützt das Einschlafen. Regelmäßiger leichter Sport kann die Unruhe ebenfalls mildern. „Im Akutfall hört die Unruhe aber nur auf, wenn man etwas dagegen tut. Hier muss zügig gehandelt werden, um die restlichen Stunden Schlaf nutzen zu können." Giese empfiehlt statt einfachen Gehens gezielte Gymnastik für die Beine sowie entspannende Massagen oder Kältebäder. Gute Nacht! (Barmer Gek)


Immer mehr depressive Jugendliche im Krankenhaus

Wenn junge Seelen leiden: In deutschen Krankenhäusern landen immer mehr depressive Kinder und Jugendliche. Innerhalb von acht Jahren hat sich die Zahl der stationären Behandlungen bei Patienten zwischen 10 und 20 Jahren bundesweit auf 12.567 Fälle verdreifacht. Darüber informiert die Krankenkasse DAK-Gesundheit mit Bezug auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts für die Jahre 2004 bis 2012. Experten sehen eine größere Sensibilität in der Bevölkerung für seelische Leiden als eine der Ursachen für den Anstieg an.
Die DAK-Gesundheit wertet die Entwicklung der vergangenen Jahre auch als Zeichen einer Enttabuisierung. „Heute ist es weniger ein Makel, wenn jemand an einer Depression erkrankt“, sagt Diplom-Psychologe Frank Meiners. „Auch werden Anzeichen für eine depressive Störung viel eher erkannt.“ Der Experte betont die guten Therapiemöglichkeiten: „Bei einer frühen Behandlung sinkt die Gefahr, dass eine Depression einen chronischen Verlauf nimmt.“

Viele psychische Symptome, die als typische Merkmale einer Depression gelten, können nach Einschätzung der DAK-Gesundheit auch normale Bestandteile der pubertären Selbstfindung sein. Dazu gehören extreme Stimmungsschwankungen, aggressives Verhalten und abfallende Schulleistungen. Stellen sich aber auch noch körperliche Symptome wie anhaltende Kopfschmerzen, Gewichtsverlust und Schlafstörungen ein, sollten Eltern professionelle Hilfe suchen. Als Experten kommen spezialisierte Psychotherapeuten oder Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie infrage. (DAK)


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