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Nahrungsergänzungsmittel: Höchstmengen-Empfehlungen aktualisiert

Vitamin C gegen Erkältung, Magnesium bei Wadenkrämpfen und Fischöl-Kapseln fürs Herz – fast ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland schluckt regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel im Glauben, damit der Gesundheit Gutes zu tun. Das hat unter anderem das Max Rubner-Institut ermittelt. Oft unnötig, unter bestimmten Bedingungen sogar gefährlich, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) immer wieder betont. Üblicherweise reicht eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, um den Bedarf an Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Wer also viel Gemüse und wenig Fleisch isst, dazu Wasser trinkt und dabei auch noch auf ausreichend Bewegung achtet, braucht sich kaum Sorgen zu machen. Zwar ist bei den kritischen Nährstoffen Jod, Vitamin D und Folsäure (bei jungen Frauen zusätzlich Calcium und Eisen) die durchschnittliche Versorgung in Deutschland nicht optimal, aber auch hier kann durch gezielte Lebensmittelauswahl Abhilfe geschaffen werden.

Zu den Gruppen, die über ihre Nahrung nicht ausreichend versorgt sind, zählen ältere Menschen, Schwangere, Stillende und Säuglinge. Selbst bei ihnen geht es dabei aber nur um einzelne Nährstoffe, die gezielt und nur nach ärztlicher Empfehlung ergänzt werden müssen. Also kein Grund, unkontrolliert zu (hoch dosierten) Pillen und angereicherten Lebensmitteln zu greifen.

Zwar gibt es bislang keine gesetzliche Grundlage für verbindliche Höchstmengen, aber bereits seit 2004 gibt es entsprechende Vorschläge des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Diese Empfehlungen wurden aktualisiert an den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst und nun veröffentlicht. (BZfE)

Weitere Infos: in-form.de/wissen/nahrungsergaenzung-oft-zuviel-des-guten/


Rohkost: Welche Vitaminmängel drohen

Rohkost gilt als gesund. Generell raten Ernährungsexperten, möglichst wenig industriell verarbeitete Produkte zu kaufen und stattdessen auf naturbelassene Lebensmittel zurückzugreifen. Werden Obst und Gemüse dabei nicht gekocht oder gegart, bleiben sie weniger gut verdaulich. Das ist kein Nachteil, im Gegenteil: Ballaststoffe regen unsere Darmaktivität an. Rohes Obst und Gemüse liefert mehr Energie, da der Körper mehr Aufwand aufbringen muss, sie zu verstoffwechseln. Eine sehr reife und süße Banane beispielsweise enthält mehr Zucker und weniger Ballaststoffe als eine noch grüne unreife.

Wer auf Rohkost setzt, sollte allerdings wissen, dass nicht alle Gemüsesorten zum rohen Verzehr geeignet sind, dazu zählen zum Beispiel Auberginen. Außerdem können durch den Verzicht auf Fleisch und Fisch (die bis auf wenige Ausnahmen eben nicht roh gegessen werden) Mangelernährungen entstehen. Strengen Rohköstlern drohen insbesondere Defizite an Vitamin D, B2 und B12. Hier können Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Wer viel, aber nicht ausschließlich rohes Obst und Gemüse isst, muss keinen Mangel befürchten und tut seinem Körper etwas Gutes.


Aluminiumsalze in Deos: wie viel Angst ist noch angemessen?

Seit einigen Monaten werben Kosmetikproduzenten mit aluminiumfreien Deos. Mit den Produkten reagierten sie auf Meldungen, nach denen Aluminium in Deos gesundheitliche Gefahren mit sich bringt. Neuere Studien sprechen dafür, dass die Gefahr medial überhöht wurde.

Tatsächlich findet sich Aluminium relativ häufig – auch in vielen Nahrungsmitteln. Aluminium ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente der Erde. Dass zu viel Aluminium im Körper schädlich ist, steht fest. Reichert es sich im Körper an, können unter anderem Nierenschäden die Folge sein. Auch besteht der Verdacht, dass es sich im Gehirn ansammeln und dort das Risiko für das Entstehen von Alzheimer und ALS erhöhen könnte.

Die Idee, Deos ohne Aluminium zu nutzen, ist also richtig. Dennoch sind die Mengen, die man über das Deo aufnimmt, vergleichsweise gering.


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