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Carboloading für Läufer: Her mit den Kohlenhydraten!

Während viele Ernährungsexperten dazu raten, wenig Kohlenhydrate zu essen, sind Pasta-Partys bei Marathonläufern legendär. Wie so oft im Leben: beide Seiten haben recht.

Wer sich ausgewogen ernähren will, sollte ausreichend Eiweiß zu sich nehmen. Als Faustregel gelten mindestens 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Gleichzeitig sollte man auf Kohlenhydrate verzichten, zumindest auf kurzkettige, wie sie sich in hellen Weizenprodukten und Süßspeisen finden. Gut hingegen sind langkettige Kohlenhydrate, also Nudeln und Reis, in der Vorbereitung auf eine körperliche Anstrengung.

Während Proteine wichtig für den Muskelaufbau sind, stellen Kohlenhydrate die Energiereserve unseres Körpers dar. Bei einer Ausdauerleistung greift unserer Körper auf diese Reserven zurück. Erst wenn sie leer sind, wird vermehrt Fett verbrannt. Um Gewicht zu reduzieren, bieten sich daher langsame und lange Läufe an. Bis die Kohlenhydratspeicher leer sind, dauert es aber eine Stunde oder länger. In dem Moment, in dem der Körper dann auf die Fettverbrennung umstellt, kann es zu einem Leistungseinbruch kommen. Wer auf nüchternem Magen ohne gefüllte Kohlenhydratspeicher einen Marathon laufen will, wird es nicht schaffen, ohne das es im wahrsten Sinne des Wortes stark „an die Substanz“ geht. Besser ist es, maximal fit und energiegeladen zu starten.

Unser Körper verfügt über eine Art Kohlenhydratspeicher, in denen aufgenommene Kohlenhydrate in Form von Glykogen gelagert werden. Vor einem Marathonlauf sollten diese aufgefüllt werden. Das funktioniert gut mit Pasta und Co. Diese sollte bereits am Vorabend gegessen werden. Am Lauftag selbst reicht ein leichtes Frühstück, da alles andere bis zu 42,195 Kilometer lang schwer im Magen liegen kann.


Pilzkaffee für den Energiekick?: Gesundheitliche Wirkung fraglich

„Pilzkaffee“ ist ein Kaffee der besonderen Art. Das Heißgetränk enthält Extrakte von Vitalpilzen, die zusätzlich zum Koffein für mehr Energie und Konzentration sorgen sollen. Neu ist die Idee nicht: Bereits im Zweiten Weltkrieg hat man unter anderem in Finnland Pilzkaffee zubereitet. Die Menschen nutzten den auch in Deutschland beheimateten Schiefen Schillerporling als Kaffeeersatz.

In der traditionellen chinesischen Medizin werden „Heilpilze“ oder „Vitalpilze“ schon lange Zeit bei vielen Beschwerden eingesetzt. Hierzulande können Verbraucher die Pilze im Internet und auf Gesundheitsmessen kaufen – in Kapsel- oder Pulverform als Nahrungsergänzungsmittel. Die Präparate sollen unter anderem Leistung und Konzentration steigern, das Immunsystem unterstützen, den Stoffwechsel und die Verdauung anregen sowie beim Abnehmen helfen. Allerdings ist eine gesundheitsfördernde Wirkung von Vitalpilzen bislang wissenschaftlich nicht erwiesen, erklärt der Bundesverband der Verbraucherzentralen. In Deutschland sind solche Produkte nicht als Arzneimittel zugelassen.

„Pilzkaffee“ wird mit verschiedenen Vitalpilzen hergestellt. Dazu gehören zum Beispiel Schiefer Schillerporling (Chaga), Schmetterlingstramete (Coriolus), Glänzender Lackporling (Reishi), chinesischer Raupenpilz (Cordyceps) und Igel-Stachelbart, auch Löwenmähne genannt. Herkömmliche Speisepilze sind ungeeignet. Eine Tasse Pilzkaffee hat einen geringeren Koffeingehalt als normaler Kaffee und ist daher für empfindliche Menschen bekömmlicher und weniger bitter. Allerdings können vor allem Produkte aus Asien mit Schimmelpilzgiften verunreinigt sein, warnen Verbraucherschützer.

In den USA wird der „Mushroom Coffee“ schon seit längerem als „Superfood“ gefeiert. Allerdings werden in den vergangenen Jahren viele alte-neue Ideen auf dem Lebensmittelmarkt sehr schnell als Superfood bezeichnet?verkauft sich besser.

Wer das Getränk probieren möchte, wird im Internet fündig. Pilzkaffee gibt es portionsweise abgepackt in verschiedenen Variationen und muss lediglich in heißem Wasser aufgelöst werden. Meist wird Kaffeeinstantpulver zu gleichen Teilen mit Vitalpilzextrakt kombiniert. Wer Kaffee und sein Aroma liebt, wird vermutlich kein Fan von Pilzkaffee. Allerdings soll das Heißgetränk eher unauffällig und nicht nach Pilzen schmecken. Einige Hersteller verfeinern ihre Produkte mit Gewürzen wie Zimt, Anis und Kurkuma und weiteren Zutaten wie Guarana, Ginseng und Maca. (BZfE)


Misteltee: Heiß wird er giftig

Sich unter einem ihrer Zweige zu küssen, soll Liebenden Glück bringen. Aber man kann Misteln zu weit mehr als zu Dekozwecken nutzen, als Tee zum Beispiel. Die Heilwirkung der Mistel ist schon seit langer Zeit bekannt. Will man sich ihre gesundheitsförderlichen Wirkung zu Nutze machen, sollte man allerdings beachten, dass sie in rohem Zustand giftig ist.

Mistel zu essen, wäre also alles andere als eine gute Idee. Und möchte man einen Tee aus der Mistel selbst zubereiten, muss man einen Auszug mit Hilfe kalten Wassers machen. Das Mistelkraut einfach nur ein heißem Wasser aufzukochen, funktioniert wegen der giftigen Inhaltsstoffe nicht, da sich diese ansonsten aus dem Kraut herauslösen.

Kaufen kann man Mistelkraut  in vielen Apotheken. Für den kalten Auszug muss das Kraut einige Stunden in kaltem Wasser einweichen, am besten zehn bis zwölf Stunden lang. Vor dem Trinken kann man den Tee vorsichtig leicht aufwärmen. Wem das zu riskant ist, kann natürlich auch auf herkömmliche und ungiftigere Teevarianten wie Pfefferminze oder Salbei zurückgreifen.


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