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Lass´ Dich hängen: Aerial Yoga
Die Übungen funktionieren, indem man sich in ein trapezförmiges Tuch wickelt, das von der Decke herabhängt. „Aerial Yoga“ nennt sich die neue Fitnessvariante aus den USA, die jetzt auch nach Deutschland gekommen ist. Das Hängen „in den Tüchern“ soll die Wirbelsäule entlasten und so gegen Verspannungen wirken. Die Übungen sind eine Mischung aus Yoga und Pilates und verlangen akrobatisches Geschick. Dadurch werden auch einzelne Muskelpartien trainiert. Die Tücher sind dabei so tief aufgehängt, dass man sich jederzeit mit den Händen auf dem Boden abstützen könnte. Auf diese Weise soll man das Loslassen und das Wirken der Schwerkraft erspüren. In einigen größeren Städten in Deutschland werden Aerial Yoga Kurse bereits angeboten.
Wenn das Gehör streikt – Hörsturz
Von einer Sekunde auf die andere konnte die Frau nicht mehr richtig hören, alles klang dumpf. Sie hatte das Gefühl, ihr Kopf sei plötzlich in Watte gepackt. Nachdem die Symptome über mehrere Tage nicht abklangen, suchte sie einen Hals-, Nasen- und Ohrenarzt auf. Sie beschrieb die Symptome: Neben der Einschränkung des Hörvermögens klagte sie über Druckgefühle im Kopf. Der Arzt stellte die Ausschlussdiagnose Hörsturz. Bei einem Hörsturz werden die Signale von den Sinneszellen im Innenohr nicht mehr richtig verarbeitet. Die Folge ist, dass das Gehirn Geräusche nicht mehr richtig interpretieren kann. Da es sich um eine Ausschlussdiagnose handelt, wird ein Hörsturz nur dann als Befund gestellt, wenn andere Ursachen für die Hörminderung nicht vorliegen, eine Mittelohentzündung beispielsweise. Die meisten Menschen, die einen Hörsturz erlitten haben, berichten, plötzlich Geräusche verzerrt wahrgenommen zu haben. Das kann in Form gedämpfter Laute geschehen, manchmal erscheinen einzelne Töne aber auch unnatürlich laut. Was genau einen Hörsturz hervorruft, ist unklar. Stress scheint ihn zu begünstigen. Wer über mehrere Tage hinweg nicht mehr richtig hören kann, sollte in jedem Fall einen HNO-Arzt aufsuchen. Denn nicht immer klingen die Symptome bei einem Hörsturz von alleine ab. Manchmal ist eine gezielte Behandlung dringend erforderlich.
Längere Bettruhe birgt Risiken

Nach etwa Unfällen oder nach Verletzungen bekommen viele Menschen Ruhe verordnet. „Besonders bei strikter längerer Bettruhe drohen gesundheitliche Gefahren wie beispielsweise eine Lungenentzündung oder Thrombosen", warnt Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer Gek. In der waagerechten Position steige die Gefahr, sich zu verschlucken. Flüssigkeiten oder feste Nahrung können in die Lunge eindringen und eine Entzündung verursachen.

Besonders bei Älteren in schlechtem Allgemeinzustand, die eine Grippe oder Erkältung haben, steigt das Risiko einer Lungenentzündung schon nach wenigen Tagen. Weil gerade die unteren Lungenabschnitte schlechter belüftet werden, seien Atemübungen zur Vorbeugung wichtig. „Patienten können einen Luftballon aufblasen oder mit einem Strohhalm versuchen, einen Wattebausch wegzupusten", so die Medizinerin. Tiefe Atemzüge mit Ausatmung durch halb geschlossene Lippen seien ebenfalls eine Möglichkeit. Schon nach wenigen Tagen im Liegen baut der Körper außerdem Muskeln ab, was zusätzlich den Kreislauf schwächt. Die Folge: Patienten vermeiden Anstrengungen. „Das ist ein Teufelskreis, denn gerade jetzt ist Bewegung wichtig, um die Bettruhe früh beenden zu können", so Marschall. Leichte Übungen, wie das Beugen und Strecken der Arme, vermindern den Muskelabbau und bringen den Kreislauf auf Trab. Beinbeugen und einfaches Kreisen der Füße reduzieren zusätzlich die Thrombosegefahr. Eine Schmerztherapie kann bei den Übungen unterstützend wirken und zusätzlich das Risiko einer Lungenentzündung mindern. „Sie sollte aber immer mit einem Arzt besprochen werden", rät die Expertin. (Barmer Gek)


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