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"Wahrnehmungsfehler" Magersüchtiger
Die Betroffenen sind spindeldürr, empfinden sich selbst aber als zu dick. Denn die Selbstwahrnehmung vieler Magersüchtiger ist gestört. Wieso das so ist, haben Wissenschaftler an der Ruhr-Universität in Bochum genauer untersucht. Sie fanden heraus, dass sich die Betroffenen nicht nur einreden, sie seien zu dick; sie nehmen sich tatsächlich auch so wahr. Die Ursache liegt in einer gestörten Vernetzung in einem Teil des Gehirns, dem Teil, in dem die Körperwahrnehmung gesteuert wird. In Kernspinaufnahmen zeigte sich, dass bei magersüchtigen Frauen die beiden Regionen, die im Wesentlichen für die Verarbeitung des Körperbildes verantwortlich sind, weniger stark vernetzt sind als bei gesunden Frauen. Je ausgeprägter dieser „Verbindungsfehler“ war, als desto dicker empfanden sich die Frauen.
Restless-Legs-Syndrom – Unruhig in der Nacht, erschöpft am Tag

Die Nacht sollen Körper und Geist eigentlich zur Ruhe nutzen, im Schlaf erholen wir uns und sammeln Kraft für den nächsten Tag. Doch für viele Menschen wird das Zubettgehen zur Qual, an Schlaf ist nicht zu denken: „Kurze Zeit nach dem Schlafengehen macht sich in den Beinen eine fast schmerzhafte Unruhe bemerkbar. Je weiter der Abend und die Nacht voranschreiten, desto stärker wird der Drang, wieder aufzustehen", erklärt Dr. Thomas Giese, Neurologe bei der Barmer Gek. Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) gilt als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Viele leiden daran, ohne dass die Erkrankung erkannt wird. „Während viele mit der Erkrankung gut zurecht kommen, ist für andere bereits ein entspannter Abend im Kino oder Theater undenkbar, da die Beschwerden schon im Ruhezustand auftreten können. Und Zuhause bringt das RLS sie dann auch noch um den Schlaf. Das kann schwerwiegende Folgen für die Lebensqualität haben", so Giese. Viele der Betroffenen leiden unter Schlafstörungen und sind tagsüber abgeschlagen und erschöpft. Nicht selten zeigen die Betroffenen deshalb zusätzlich depressive Symptome.

Ursachenforschung
Woher das Restless-Legs-Syndrom kommt, ist unklar. RLS tritt häufig in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf. So leiden 30 Prozent der COPD-Patienten (med.: chronisch obstruktive Bronchitis) an Schlafstörungen, die auf ein RLS zurückgehen. Auch bei Schilddrüsen-, Nieren- und anderen neurologischen Erkrankungen tritt das Syndrom häufiger auf. Bedeutsam ist, dass bei einem Teil der Erkrankten ein behandelbarer Eisenmangel vorliegt. Schwangere leiden ebenfalls häufiger am RLS, die Symptome klingen nach der Geburt wieder ab. Giese rät Betroffenen: „Wichtig ist, beim Hausarzt andere Erkrankungen und einen Eisenmangel auszuschließen, bevor mit einer medikamentösen Behandlung der Symptome begonnen wird."

Das können Betroffene tun
„Wie bei allen Schlafstörungen können ein ritualisiertes Zubettgehen und eine gute Schlafhygiene helfen", so Giese. Dazu gehört ein möglichst dunkler und ruhiger Raum, aber auch der Verzicht auf Koffein unterstützt das Einschlafen. Regelmäßiger leichter Sport kann die Unruhe ebenfalls mildern. „Im Akutfall hört die Unruhe aber nur auf, wenn man etwas dagegen tut. Hier muss zügig gehandelt werden, um die restlichen Stunden Schlaf nutzen zu können." Giese empfiehlt statt einfachen Gehens gezielte Gymnastik für die Beine sowie entspannende Massagen oder Kältebäder. Gute Nacht! (Barmer Gek)


Rollatoren im Winter

Rund zwei Millionen Rollatoren sind in Deutschland im Einsatz, jedes Jahr kommen schätzungsweise 500.000 neue hinzu. Sie machen vor allem ältere Menschen mobiler. „tag“, das Kundenmagazin der Knappschaft, weist darauf hin, dass es im Winter besonders wichtig ist, auf die Straßenverkehrstauglichkeit von Rollatoren zu achten. So sollten die Bremsen gut funktionieren – das heißt sowohl an der Ampel beim Stehen als auch bei einer kurzen Verschnaufspause, wenn der Rollator zum Sitzen genutzt wird. Ein kurzer Kontroll-Check durch das Betätigen der Bremsen vor dem Losgehen reicht meist aus, um die Bremsen zu testen.

Damit Rollatornutzer auch in den dunklen Monaten von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden, empfiehlt das Magazin auf eine ausreichende Beleuchtung zu achten. Mit einfachen Mitteln kann man nicht nur sich selbst, sondern auch den Rollator gut sichtbar machen: Dunkle Kleidung kann mit Reflektorbändern oder reflektierende Westen „aufgehellt“ werden. Rollatoren können mit Reflektoren oder selbstklebenden Reflektorstreifen ausgestattet werden – sofern sie es nicht schon sind.

Und bei glatten Straßen oder Schnee gelten für diese Gefährte die gleichen physikalischen Grundsätze wie für jeden Fußgänger. Sind Gehwege weder ausreichend geräumt noch gestreut, besteht die Gefahr, dass der Rollator wegrutscht und es zu einem Sturz kommt. Daher sollte man besonders im Winter auf die Beschaffenheit der Wege und auf geeignetes festes Schuhwerk achten. (Knappschaft)


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